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	<title>Ordnung. Macht. Extremismus</title>
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	<description>Effekte und Alternativen des Extremismusbegriffs</description>
	<pubDate>Fri, 14 May 2010 11:04:43 +0000</pubDate>
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		<title>Ordnung. Macht. Extremismus – eine Alternativlosigkeit?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 10:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Stefan Kausch, Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung / Tagungsorganisation
Ordnung macht Extremismus. Dieser in der politischen Auseinandersetzung mit und der Kritik am «Extremismus»-Modell von Wirklichkeit nicht sehr häufig nachgezeichneten Problemkonstellation möchte ich in diesen Ausführungen Raum geben. So soll anhand von drei  Themenschwerpunkten umrissen werden, wie Ordnung und Extremismus miteinander eine fruchtbare Beziehung eingehen konnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Stefan Kausch, Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung / Tagungsorganisation</em></p>
<p>Ordnung macht Extremismus. Dieser in der politischen Auseinandersetzung mit und der Kritik am «Extremismus»-Modell von Wirklichkeit nicht sehr häufig nachgezeichneten Problemkonstellation möchte ich in diesen Ausführungen Raum geben. So soll anhand von drei  Themenschwerpunkten umrissen werden, wie Ordnung und Extremismus miteinander eine fruchtbare Beziehung eingehen konnten. Dabei werden an diese Beziehungsgeschichte  demokratieperspektivische Fragen gestellt, um den Vereisungstendenzen des Politischen entgegen zu wirken.</p>
<p><em>Lesen Sie den vollständigen Beitrag im Band “Gibt es Extremismus? Extremismusansatz und Extremismusbegriff in der Auseinandersetzung mit Neonazismus und (anti)demokratischen Einstellungen” (hg. v. Kulturbüro Sachsen e.V., Weiterdenken - Heinrich Böll Stiftung Sachsen, Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung, Leipzig, Studierendenrat der TU Dresden, Referat für Politische Bildung).  <a href="http://www.weiterdenken.de/downloads/Extremismus_2010_Monitor.pdf ">Der Band lässt sich hier herunterladen</a>. </em></p>
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		<title>Tagungsbericht (HSozKult)</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 10:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Tobias Prüwer
„Extremisten, das sind immer die anderen.“ – Extremismus scheint ein unproblematischer Begriff zu sein, der ohne Vorwissen im Alltag verstanden und gebraucht wird. Extremist/innen sind politische Irrgänger, die randalieren und mit Gewalt gegen die Mitte der Gesellschaft vorgehen – soweit scheint man sich einig zu sein. So unproblematisch, wie er scheint, ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Tobias Prüwer</em></p>
<p>„Extremisten, das sind immer die anderen.“ – Extremismus scheint ein unproblematischer Begriff zu sein, der ohne Vorwissen im Alltag verstanden und gebraucht wird. Extremist/innen sind politische Irrgänger, die randalieren und mit Gewalt gegen die Mitte der Gesellschaft vorgehen – soweit scheint man sich einig zu sein. So unproblematisch, wie er scheint, ist der Begriff allerdings ganz und gar nicht – das war der zentrale Ausgangspunkt der vom 20. bis 21. November 2009 durch das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung und den Profilbildenden Forschungsbereich „Riskante Ordnungen“ in Leipzig organisierten Tagung. Diese folgte drei Fragestellungen: 1. Derjenigen nach Genealogie, Begründungslogik und Attraktivität des an die Totalitarismustheorie anknüpfenden Extremismus-Begriffs, der insbesondere von Eckhard Jesse und Uwe Backes als Ordnungsmarker für das politische Spektrum vorgetragen wird, 2. der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Extremismus-Modell und der Frage nach konzeptionellen Alternativen, 3. Der Rolle des Extremismus-Modells in Praktiken und Programmen, sowie konkreten Anstrengungen, Handlungskonzepte für den Umgang mit Neonazismus, Alltagsrassismus etc. ohne Rückgriff auf die E-Formel zu entwickeln. In diesem Zusammenhang kam die Sprache auch auf den angekündigten Programmwechsel der Bundesregierung, in Zukunft „jede Form von Extremismus“ zu bekämpfen, statt empiriegeleitet vorzugehen und sich auf Programme gegen Rassismus oder für Vielfalt und Toleranz zu konzentrieren. Die allesamt kritischen Tagungsbeiträge näherten sich der E-Formel mit dem Verdacht, einem petitio principii aufzusitzen: Die E-Formel is begging the question, sie setzt als Axiom voraus, was sie behauptet, offen zu legen: Die Aufteilung von Gesellschaft in Mitte und extreme Ränder</p>
<p><a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?pn=tagungsberichte&#038;id=3054">Lesen Sie den vollständigen Tagungsbericht bei HSozKult</a></p>
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		<title>Erweiterter Tagungsband in Vorbereitung</title>
		<link>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=61</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 09:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beiträge zum Workshop Ordnung.Macht.Extremismus werden zur Zeit für einen erweiterten Tagungsband überarbeitet. Die Publikation ist für Anfang 2011 geplant - weitere Informationen zum Band folgen in Kürze.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beiträge zum Workshop Ordnung.Macht.Extremismus werden zur Zeit für einen erweiterten Tagungsband überarbeitet. Die Publikation ist für Anfang 2011 geplant - weitere Informationen zum Band folgen in Kürze.</p>
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		<title>Problemstellung und Ziel</title>
		<link>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=26</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 12:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Workshop nähert sich einer Systematisierung der ordnenden Effekte des Begriffs in der wissenschaftlichen und administrativen Praxis in zwei Themenblöcken: Einerseits soll „Extremismus“ begriffsgeschichtlich, andererseits administrativ-juridisch analysiert werden. Auf Grundlage dieser Analyse gilt es, auch über alternative wissenschaftliche Zugänge und Begriffe insbesondere in Bezug auf „Rechtsextremismus“ nachzudenken und Möglichkeiten zu entwickeln, diese auch für die praktische (politische, journalistische, etc.) Arbeit fruchtbar zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Der Extremismus-Begriff ist eine alte Vokabel politik- und sozialwissenschaftlicher Forschung und des politischen Alltagsgeschäfts. Als solche ist er bereits seit mehreren Jahrzehnten Gegenstand breiter und wiederholter Kritik aus sozialwissenschaftlicher Perspektive (im Hinblick auf dessen Kapazität als adäquate Wirklichkeitsbeschreibung) und im politischen Kontext (Vorwurf der Begriffsverwendung als Mittel zur Diffamierung politischer Gegner). Trotzdem zeigt das Modell eine große Überlebensfähigkeit und ist vor allem in gesellschaftlichen Diskursen, Verwaltungspraktiken und politischen Interventionen präsent. Entsprechend werden bestimmte Formen politischer Devianz häufig als „extremistisch“ bezeichnet. Diese Appellation hat deskriptiven und normativen Charakter, aber insbesondere in seiner Funktion als gängiges Analysemodell zur Beschreibung politischer Devianz verführt der Begriff dazu, klare politische Gegner in bestimmten auch sozio-kulturell marginalisierten Gruppierungen zu finden, ohne dass deren z.T. auch in anderen Bevölkerungssegmenten verbreiteten Ansichten als <em>politisch</em> betrachtet würden.</p>
<p class="MsoNormal">Der Workshop nähert sich einer Systematisierung der ordnenden Effekte des Begriffs in der wissenschaftlichen und administrativen Praxis in zwei Themenblöcken: Einerseits soll „Extremismus“ begriffsgeschichtlich, andererseits administrativ-juridisch analysiert werden. Auf Grundlage dieser Analyse gilt es, auch über alternative wissenschaftliche Zugänge und Begriffe insbesondere in Bezug auf „Rechtsextremismus“ nachzudenken und Möglichkeiten zu entwickeln, diese auch für die praktische (politische, journalistische, etc.) Arbeit fruchtbar zu machen.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-26"></span></p>
<p><strong>&#8220;Extremismus&#8221; als sozialwissenschaftliche Problematisierung</strong></p>
<p class="MsoNormal">Die Verfechter des <em>sozialwissenschaftlichen </em>Konzepts definieren politischen Extremismus - unterteilt in Rechts-, Links- und seit einiger Zeit islamistischen Extremismus – zunächst vor allem ex negativo, als die Ablehnung demokratischer Werte und Verfahrensweisen, wie sie in der Verfassung verankert sind, und somit als Antithese zum Verfassungsstaat (Backes 2006; Backes &amp; Jesse 2005; Kailitz 2004). Sie sehen den politischen und wissenschaftlichen Mehrwert dieser Bestimmung in der Identifikation von Feinden der Demokratie.</p>
<p class="MsoNormal">Damit hängt zum einen die inhaltliche Definition von Extremismus immer an der Auslegung der Verfassung, und es stellt sich die Frage, wem die Autorität zukommt, diese Interpretation mit Blick auf Bestimmung derjenigen, die als Extremisten einzuordnen sind, vorzunehmen (Jaschke 2006: 20). Zum anderen baut es häufig mit der Hufeisen-Metapher beschriebenes Modell auf: die Unterteilung in eine Mitte (bestimmt einerseits rein quantitativ als die numerische Mehrheit, anderseits durch eine demokratische Positionierung innerhalb dessen, was verfassungsrechtlich als solche bestimmt ist) und extreme Ränder, die damit zunächst einmal (in ihrem Bezug auf die „Mitte“) gleichgesetzt sind. Grundlegende Unterschiede zwischen „Rechts“- und „Links“-Extremismus treten hier zunächst in den Hintergrund, ebenso wie die Heterogenität innerhalb der als „rechts“- bzw. „linksextremistisch“ (und seit einigen Jahren „ausländerextremistisch“) kategorisierten Positionen und Phänomene (Link 1991 und 2002). Häufig wird dem Modell in diesem Zusammenhang eine Verharmlosung rechtsradikaler Phänomene durch die Gleichsetzung von „Rechts“- und „Linksextremismus“ und die Beschränkung auf verfassungsrechtlich relevante Aspekte vorgeworfen (z.B.<span> </span>Kopke &amp; Rensmann 2000; Neugebauer 2000).</p>
<p class="MsoNormal">Das Extremismuskonzept vereinfacht also einerseits komplexe soziale und politische Phänomene, indem es diese verschiedenen Phänomene, die vor allem ihre Einstufung als verfassungsgefährdend gemein haben, zunächst unter einem Schlagwort zusammenführt. Es differenziert aber auch, insofern eine scheinbar klare Grenzziehung zwischen der demokratischen, „anständigen“ politischen Mitte und den per definitionem illegitimen Extremisten unterscheidet, häufig ohne dass dies (über den Verweis auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung hinaus) inhaltlich-substantiell begründet wird.</p>
<p class="MsoNormal">Der Extremismusbegriff politisiert und entpolitisiert also zugleich: er ist ein politischer Kampfbegriff (vgl. Jaschke 2006) und nutzt die traditionelle Links-Rechts-Auseinandersetzung. Gleichzeitig entpolitisiert er – einmal durch die oben angerissenen vereinfachenden Tendenzen, aber auch dadurch, dass „Extremismus“ aus dem Raum des Politischen verbannt wird. Der „Extremist“ ist kein politischer Gegner, sondern ein Feind des politischen Gemeinwesens; mit Chantal Mouffe (2007) gesprochen: er wird zum antagonistischen Gegner, eine agonistische/demokratische Auseinandersetzung wird unmöglich.</p>
<p class="MsoNormal">Die Tendenzen zur Nivellierung bzw. Gleichsetzung von „rechtsextremen“ und „linksextremen“ Strömungen sind vielfach kritisiert worden, sowohl in Hinsicht auf den analytischen Gehalt, als auch mit Blick auf die politischen Implikationen (u.a. Butterwegge 2002: 19 f.; Neugebauer 2000; Pfahl-Traughber 2001: 11 f.). Während der Begriff in der politischen Auseinandersetzung und in der Arbeit des Verfassungsschutzes weiterhin präsent ist, wird er daher in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung nur noch von wenigen VertreterInnen für sozialwissenschaftliche Analysen genutzt (u.a. von Uwe Backes, Eckhard Jesse, Steffen Kailitz).</p>
<p class="MsoNormal">Dagegen findet in der sozialwissenschaftlichen Forschung der Begriff des „Rechtsextremismus“ weiterhin breite Verwendung (als eigenständiger Oberbegriff, ohne Bezug auf einen Linksextremismus als Pendant), wobei die AutorInnen zunächst häufig auf die o.g. Probleme hinweisen, um dann auf die begriffliche Alternativlosigkeit hinzuweisen und „ihre“ Definition von Rechtsextremismus der eigenen Untersuchung voranzustellen. Entsprechende Konzeptionalisierungen unterscheiden z.B. verschiedene Komponenten (übersteigerter Nationalismus, Autoritarismus, Rassismus, Kollektivismus, hierarchische Organisationsstrukturen etc.) sowie verschiedene Dimensionen (Einstellungsebene, Organisationsebene, Praktiken). Dies zielt darauf ab, der Komplexität des Gegenstandes gerecht zu werden; darüber hinaus kann so auch sichtbar gemacht werden, dass in diesem Sinne rechtsextremistische Einstellungen (bzw. deren Elemente) nicht nur in Randgruppen, sondern auch „in der Mitte der Gesellschaft“ vorzufinden sind (z.B. Decker/Brähler 2006; Jascke 1994: 25 – 31; Lynen von Berg 2000: 26 f.; Stöss 2005). Oder man unterscheidet zwischen Praktiken, die als „Rechtsextremismus“ bezeichnet werden und der diskursiven Ebene, d.h. der „Konstruktion“ von Rechtsextremismus in politischen, wissenschaftlichen und Alltagsdiskursen (Klärner &amp; Kohlstruck 2006). Selten jedoch wird die hegemoniale Begrifflichkeit verlassen. Versuche, alternative Perspektiven stark zu machen, wie Wilhelm Heitmeyers Konzept der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (Heitmeyer seit 2002), sind eher die Ausnahme und haben sich bisher nicht durchsetzen können.</p>
<p class="MsoNormal">Trotz differenzierter Begriffsverwendung in den Sozialwissenschaften bleibt in vielen Forschungen und vor allem in der öffentlichen Diskussion sowie der politischen und administrativen Praxis gerade der Rechtsextremismusbegriff ein machtvolles Vehikel, um eine scheinbar klare Grenzziehung zwischen der breiten, scheinbar demokratischen und einigermaßen intakten „Mitte“ und dem problematischen, da extremistischen Rand zu suggerieren und so das Problem nazistischer, rassistischer, antisemitischer und/oder autoritärer Einstellungen auf eine relativ kleine Menge an Personen am „rechten Rand“ zu reduzieren, identifizierbar durch ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Parteien (NPD, DVU u.a.) oder Gruppierungen (Freie Kameradschaften, Neonazi-Szene etc.). Was dabei aus dem Blick gerät, ist vor allem die weite Verbreitung einzelner oder mehrerer Versatzstücke solcher Einstellungen in breiten Schichten der Bevölkerung, die sich auch nicht unbedingt durch ihre Selbstverortung oder Parteizugehörigkeit auf der rechten oder konservativen Seite des Parteienspektrums auszeichnen (Heitmeyer 2008; Decker/Brähler 2006, 2008; Decker/Rothe/Weißmann et. al. 2008). Das Suggerieren klarer Grenzen macht Übergänge unsichtbar, verhindert eine inhaltliche Auseinandersetzung und lässt so „die Extremisten“ als das unerklärliche Andere erscheinen, das scheinbar aus dem Nichts entsteht. Um dem entgegen zu wirken, reden manche vom „Extremismus der Mitte“. „Rechtsextremismus“ als Einstellungsmuster, wie z.B. von Thomas Grumke (2007) mit Rückgriff auf Minkenberg, Gessenharter und Stöss definiert, reicht dann „vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft“ (Grumke 2007: 22) und umfasst ein breites Spektrum von Einstellungen, Ideologieelementen, Praktiken und Organisationsformen, die erst in der Gesamtheit den „echten“ Rechtsextremisten formen. In diesem letzteren Sinn unterstellt der Begriff ein geschlossenes Weltbild und gemeinsame Ziele und ist daher wiederum nicht in der Lage, bestimmte, mit „Rechtsextremismus“ assoziierte Problematiken wie Alltagsrassismus zu erfassen (Terkessidis 2007).</p>
<p><strong>Praktische Effekte</strong></p>
<p class="MsoNormal">Trotzdem hält sich dieses Modell hartnäckig, was einerseits sicher nicht unerheblich auf staatlichen Verwaltungspraktiken beruht (Valverde 2003). So reproduziert und stärkt das Arbeiten entlang der Kategorien des Extremismus in der Praxis öffentlicher Verwaltung – vom Verfassungsschutzbericht über Polizeistatistiken bis hin zu Aktionsprogrammen zur Extremismusbekämpfung – eben genau jenes Modell. Zugespitzt formuliert: Wo man nach Extremisten sucht, findet man diese, verstärkt so die epistemologische Grenzziehung zwischen der Mitte und den Extremen und wird blind für die Ursprünge und Inhalte der jeweiligen Positionierungen, solange sie unterhalb der verfassungsrechtlich relevanten Linie liegen.</p>
<p class="MsoNormal">Andererseits bleibt dies nicht ohne Folgen für den gesellschaftlichen Umgang mit den benannten Phänomenen: Als wissenschaftliches Analyseraster erzeugt das Extremismusmodell gesellschaftliches Wissen, mit dessen Hilfe politische, mediale und private Deutungsprozesse ablaufen. Dies zieht nicht selten praktische Probleme nach sich und hat zum Teil demokratietheoretisch bedenkliche Folgen. En détail lässt sich dieser Prozess beispielsweise im alltäglichen Paradox von Präventions- und demokratischer Bildungsarbeit verfolgen. Während Bundes- und Landesprogramme Fördermittel auf Grundlage einer extremismustheoretischen Problematisierung vergeben, stoßen die geförderten Projekte in der Bearbeitung der lokalen Problemlagen immer wieder an die Grenzen dieses Begriffsapparats. So wird beispielsweise antirassistische Arbeit an Schulen häufig mit der Frage konfrontiert, warum denn keine Projekttage gegen „Linksextremisten“ angeboten würden. Die Zuordnung von menschenfeindlichen Einstellungen zu „Rechtsextremismus“ verlangt in Kombination mit dem von Extremismusforschern postulierten „Äquidistanzgebot“ (Jesse 2005) nach einer Symmetrie, die den Blick auf das „eigentliche“ Thema – in diesem Fall auch die Bearbeitung alltagsrassistischer Vorurteile – verstellt. Die Förderungslogik von Programmen, die mit Hilfe staatlicher Gelder neonazistischen Organisationen oder Parteien wie der NPD das Wasser abgraben sollen, zwingt die Träger dazu, sich dem Extremismus-Modell nicht nur im Vokabular anzupassen (die berühmte „Antragslyrik“), sondern auch Inhalte und Zielgruppen auf die (Rechts-)Extremismuslogik abzustimmen. So findet eine gruppen- bzw. personenbezogene Stigmatisierung statt, bei der die inhaltliche Auseinandersetzung auf der Strecke bleibt und am Ende nur ein Feindbild stehen bleibt, von dem man weiß, dass es „böse“ ist, ohne noch die (durchaus guten) Gründe dafür zu kennen. Auch werden die zugrunde liegenden Problematiken nur dort bearbeitet, wo sie als Teil einer rechtsextremen Karriere sichtbar werden.</p>
<p><strong>Zielsetzung für den Workshop</strong></p>
<p class="MsoNormal">Die Frage nach den Effekten des Extremismus-Modells und der diskursiven Formation von „Rechtsextremismus“ als Dispositiv (Foucault 1978, Bührmann &amp; Schneider 2008) in Sozialwissenschaft und politischer Praxis ist also sowohl von forschungspraktischer, als auch von politischer Relevanz. Wie aus der Problemstellung deutlich geworden sein sollte, weisen die aufgeworfenen Themen vielschichtige Dimensionen auf und sind nicht aus einer Perspektive allein zu bearbeiten. Deshalb positioniert sich der Workshop transdisziplinär, diskutiert unterschiedliche Forschungsrichtungen und reflektiert Positionen aus der konkreten Arbeit im Feld. Ziel ist es, über jeweils analytisch adäquate wissenschaftliche Zugänge und Begriffe nachzudenken und Möglichkeiten zu entwickeln, diese für die praktische Arbeit fruchtbar zu machen.</p>
<p class="MsoNormal"><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Zwei Keynote-Vorträge (Gudrun Hentges, Andreas Klärner) geben dem Workshop den konzeptuellen Rahmen und präsentieren gleichzeitig verschiedene Forschungs- und begriffspraktische Ansätze. Gudrun Hentges stellt Erfahrungen mit Theorie- und Begriffsbildung im bereits abgeschlossenen, ländervergleichend angelegten Forschungsprojekt „Socio-Economic Changes, Individual Reactions and the Appeal of the Extreme Right“ (SIREN) vor und Andreas Klärner spricht zu den Metafunktionen des Rechtsextremismus-Begriffs. Inhaltlich gliedert sich der Workshop in drei Blöcke. Er beginnt mit einer genealogischen und inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem derzeit vorherrschenden Extremismusmodell und seinen Effekten. Was macht dieses attraktiv? Wie hat sich das Extremismusmodell etabliert, und welche Elemente sind konstitutiv für seinen Erfolg, wo liegen die Probleme? Der zweite Block widmet sich den praktischen Effekten des Modells: Wie wirkt sich das institutionelle Denken in politischer „Mitte“ und extremen politischen „Rändern“ auf gesellschaftliche, politische wie pädagogische Praktiken aus? Welche Problematisierungen entstehen dadurch, was entgeht der Aufmerksamkeit? Wie verhalten sich extremismustheoretische Problembeschreibungen zu den alltäglichen Erfahrungen der Träger von Jugendarbeit, Antirassismus-Projekten und politischer Bildungsarbeit? Welche Grenzziehungen finden statt? Auf dieser Grundlage werden in den weiteren Beiträgen des letztem Blocks neue Forschungsperspektiven präsentiert und mit Blick auf ihre analytischen Vorteile gegenüber dem Extremismus-Modell geprüft.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Verwendete Literatur</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p><strong>Backes, Uwe (2006</strong>): <em>Politische Extreme. Eine Wort- und Begriffsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart</em>. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht</p>
<p><strong>Backes, Uwe / Jesse, Eckhard (2005)</strong>: <em>Vergleichende Extremismusforschung</em>. Baden Baden: Nomos Verlagsgesellschaft</p>
<p><strong>Bührmann, Andreas / Schneider, Werner (2008)</strong>: Vom Diskurs zum Dispositiv. Eine Einführung in die Dispositivanalyse. Bielefeld: Transcript Verlag</p>
<p><strong>Butterwegge, Christoph (2002)</strong>: <em>Rechtsextremismus</em>. Freiburg: Verlag Herder</p>
<p><strong>Decker, Oliver / Brähler, Elmar (2006)</strong>: <em>Vom Rand zur Mitte. Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland.</em> Berlin: Friedrich-Ebert Stiftung</p>
<p><strong>Decker, Oliver / Brähler, Elmar (2008</strong>): <em>Bewegung in der Mitte. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland</em> 2008. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung</p>
<p><strong>Decker, Oliver / Rothe, Katharina et al. (2008)</strong>: <em>Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen in Deutschland.</em> Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung</p>
<p><strong>Foucault (1978)</strong>: <em>Dispositive der Macht</em>. Berlin: Merve Verlag</p>
<p><strong>Heitmeyer, Wilhelm (2002 - 2008)</strong>: <em>Deutsche Zustände. Folgen 1 - 7</em>. Frankfurt: Suhrkamp Verlag</p>
<p><strong>Jaschke, Hans-Gerd (2006)</strong>: <em>Politischer Extremismus</em>. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften</p>
<p><strong>Jesse, Eckhardt (2005)</strong>: Extremismus in Sachsen - ist unsere Demokratie in Gefahr? Mit einer Einführung von Dr. Fritz Hähle MdL. <em>Schriftenreihe zu Grundlagen, Zielen und Ergebnissen der parlamentarischen Arbeit der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages</em>, Band 38. Dresden: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages</p>
<p><strong>Kailitz, Steffen (2004)</strong>: <em>Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung</em>. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften</p>
<p><strong>Klärner, Andreas / Kohlstruck, Michael (2006)</strong>: Rechtsextremismus - Thema der Öffentlichkeit und Gegenstand der Forschung, in: dies. (Hrsg.): <em>Moderner Rechtsextremismus</em>. Hamburg: Hamburger Edition, S. 7 - 41</p>
<p><strong>Kopke, Christoph /Rensmann, Lars (2000</strong>): Die Extremismus-Formel. Zur politischen Karriere einer wissenschaftlichen Ideologie, in: <em>Blätter für deutsche und internationale Politik</em>, Nr. 12/2000, S. 1451-1462</p>
<p><strong>Link, Jürgen (1991)</strong>: Links/Rechts, Mitte/Extreme - Metamorphosen einer politischen Landschaft. In<em>: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie</em>, Nr. 26, S. 25 - 29</p>
<p><strong>Link, Jürgen (2002)</strong>: „Rechtspopulismus&#8221;? Über einige diskurstaktische Probleme beim Bekämpfen des Neorassismus unter normalistischen Verhältnissen, in: Alex Demirović &amp; Manuela Bojadžijev (Hrsg.): <em>Konjunkturen des Rassismus</em>, Münster, S. 197-211</p>
<p><strong>Neugebauer, Gero (2000)</strong>: Extremismus - Rechtsextremismus - Linksextremismus: Einige Anmerkungen zu Begriffen, Forschungskonzepten, Forschungsfragen und Forschungsergebnissen, in: Wilfried Schubarth/Richard Stöss (Hrsg.), <em>Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Bilanz</em>. Bonn: Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 368, S. 13-37</p>
<p><strong>Pfahl-Traughber, Armin (2001)</strong>: <em>Rechtsextremismus in der Bundesrepublik</em>. 3. Aufl. München: C. H. Beck</p>
<p><strong>Mouffe, Chantal (2007)</strong>: <em>Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion</em>. Frankfurt am Main: Suhrkamp</p>
<p><strong>Stöss, Richard (2005)</strong>: <em>Rechtsextremismus im Wandel</em>. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung</p>
<p><strong>Terkessidis, Mark (2007)</strong>: Die Banalität des Rassismus<em>, </em>in: Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.): <em>Diffusionen: Der Kleine Grenzverkehr zwischen Neuer Rechter, Mitte und Extremen</em>. Dresden: Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, S. 62 - 68</p>
<p><strong>Valverde, Mariana (2003)</strong>: <em>Law&#8217;s Dream of a Common Knowledge</em>. Princeton, Princeton University Press</p>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<item>
		<title>Vorläufiges Programm</title>
		<link>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=36</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 12:53:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=36</guid>
		<description><![CDATA[Freitag, 20. November 2009
9:15 - 10:00 Begrüßung und Keynote

Prof. Dr. Wolfgang Fach
Begrüßung
Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung
Begrüßung
Anne Dölemeyer, Stefan Kausch, Mathias Rodatz
Einleitung


10.00 - 10.15 Kaffeepause
10.15 - 11.45 Bestandsaufnahme und Kritik des Extremismus-Modells

Holger Oppenhäuser (Frankfurt a.M.)
Das Konzept (Rechts-)Extremismus in diskurstheoretischer Perspektive
Matthias Falter (Wien)
Critical Thinking beyond Hufeisen

11.45 - 13.15 Mittagspause &#38; Imbiss
13.15 - 14.45 Radikaldemokratische Perspektiven

Robert Feustel (Leipzig)
Entropie des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 20. November 2009</strong></p>
<p><em>9:15 - 10:00 Begrüßung und Keynote</em></p>
<ul>
<li>Prof. Dr. Wolfgang Fach<br />
<em>Begrüßung</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal;">Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung<br />
<em>Begrüßung</p>
<p></em></span></em><span style="font-style: normal;">Anne Dölemeyer, Stefan Kausch, Mathias Rodatz</span><em><span style="font-style: normal;"><em><br />
Einleitung<br />
</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>10.00 - 10.15 Kaffeepause</em></p>
<p><em>10.15 - 11.45 Bestandsaufnahme und Kritik des Extremismus-Modells</em></p>
<ul>
<li>Holger Oppenhäuser (Frankfurt a.M.)<br />
<em>Das Konzept (Rechts-)Extremismus in diskurstheoretischer Perspektive</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal;">Matthias Falter (Wien)<br />
<em>Critical Thinking beyond Hufeisen</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>11.45 - 13.15 Mittagspause &amp; Imbiss</em></p>
<p><em>13.15 - 14.45 Radikaldemokratische Perspektiven</em></p>
<ul>
<li>Robert Feustel (Leipzig)<br />
<em>Entropie des Politischen. Zur strategischen Funktion des Extremismusbegriffs</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal; ">Frank Schubert (Leipzig)<br />
<em>Die Extremismus-Polizei: Eine Kritik des extremismustheoretischen Denkens mit Jacques Rancière</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>14.45 - 15.15 Kaffeepause</em></p>
<p><em>15.15 - 17.00 Praktiken I: „Extremismus&#8221; in Recht, Kultur und Politik</em></p>
<ul>
<li>Sarah Schulz (Leipzig)<br />
<em>Das herrschaftslegitimierende Potenzial des Extremismusdiskurses am Beispiel des SRP-Urteils des Bundesverfassungsgerichts</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal; ">Dr. Zoran Terzic (Berlin)<br />
<em>Paradoxien des Extremen: Überlegungen zur Logik der Benennung und der Darstellung radikaler Phänomene in Kultur und Politik</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>17.00 - 19.30 Pause und gemeinsames Abendessen</em></p>
<p><em>19.30 - 21.00 Öffentlicher Abendvortrag (in Kooperation mit <a title="Weiterdenken e.V." href="http://www.weiterdenken.de/" target="_self">Weiterdenken e.V.</a></em><em>):</em></p>
<ul>
<li>Dr. Andreas Klärner (Rostock)<br />
<em>Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit. Selbstverständnis und Praxis der Extremen Rechten</p>
<p>anschließend Diskussion<br />
</em></li>
</ul>
<p><strong>Samstag. 21. November 2009</strong></p>
<p><em>9.00 - 9.45 Keynote</em></p>
<ul>
<li>Dr. Andreas Klärner (Rostock)<br />
<em>„Rechtsextremismus&#8221; - Metafunktionen eines Begriffs</em></li>
</ul>
<p><em>9.45 - 11.15 Praktiken II: Verwaltung politisierter Devianz Jugendlicher</em></p>
<ul>
<li>Pascal Begrich (Magdeburg)<br />
<em>„Rowdys&#8221; und „negativ-dekadente Personenkreise&#8221;: Nachwirkungen der DDR in der Bevölkerung Ostdeutschlands und ihrem Umgang mit Jugendkulturen</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal; ">Prof. Rebecca Pates, Dr. Daniel Schmidt, Susanna Karawanskij (Projektgruppe „rypp&#8221;, Leipzig)<br />
<em>Verwaltungsversuche politischer Devianz</p>
<p>Diskussion<br />
</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>11.15 - 11.45 Kaffeepause</em></p>
<p><em>11.45 - 13.15 Alternativen I<br />
</em></p>
<ul>
<li>Jens Zimmermann (Duisburg)<br />
<em>Völkisch-nationaler Korporatismus</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal; ">Jörn Hüttmann<br />
<em>„Extreme Rechte&#8221;: Tragweite einer Begriffsalternative</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>13.15 - 14.15 Mittagspause und Imbiss</em></p>
<p><em>14.15 - 15.45 Alternativen II</em></p>
<ul>
<li>Stefan Kausch, Gregor Wiedemann (Leipzig)<em><br />
Differenzierung und Lokalisierung in einem LAP-Handlungskonzept. Alternativen der Problematisierung zwischen &#8220;Neonazismus&#8221; und &#8220;Ideologien der Ungleichwertigkeit&#8221;<br />
</em></li>
<li><em><span style="font-style: normal; ">Elena Buck (Leipzig)<br />
<em>Keine Gesellschaft ohne Grenzen, keine Politik ohne Gegner: auf dem Weg zu Kriterien demokratischer Grenzziehungen</em></span></em></li>
</ul>
<p><em>15.45 - 16.15 Kaffeepause</em></p>
<p><em>16.15 - 17.30 Abschlusskommentar und -diskussion</em></p>
<ul>
<li>Dr. Katharina Rothe (Leipzig)<br />
<em>Abschlusskommentar</p>
<p>Abschlussdiskussion<br />
</em></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Call for Papers</title>
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		<comments>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=3#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 01:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
PDF-Version
Die Einteilung der Gesellschaft in eine politische Mitte und extreme Ränder ist ein gängiges Bild. Verschiedene Kritiken an dieser Konzeption zeigen jedoch, dass das Extremismusmodell erhebliche analytische Schwächen aufweist und zugleich politisch folgenreich ist. Es suggeriert klare Grenzen (zwischen Innen und Außen) die inhaltlich nur schwach bestimmbar sind und konstruiert eine gesellschaftliche „Mitte“ als per [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: right;"><a title="PDF-Version" href="http://www.ordnungmachtextremismus.de/CfP_Extremismus.pdf"></a><a href="http://www.ordnungmachtextremismus.de/CfP_Extremismus.pdf">PDF-Version</a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">Die Einteilung der Gesellschaft in eine politische Mitte und extreme Ränder ist ein gängiges Bild. Verschiedene Kritiken an dieser Konzeption zeigen jedoch, dass das Extremismusmodell erhebliche analytische Schwächen aufweist und zugleich politisch folgenreich ist. Es suggeriert klare Grenzen (zwischen Innen und Außen) die inhaltlich nur schwach bestimmbar sind und konstruiert eine gesellschaftliche „Mitte“ als per se „guten“, weil demokratischen Bereich. Darüber hinaus legt es Ähnlichkeiten zwischen linkem und rechtem „Rand“ nahe und verdeckt so den Blick auf wesentliche Unterschiede. Trotz dieser Mängel ist die Rede vom politischen Extremismus allgegenwärtig: In medialen Debatten, politischen Auseinandersetzungen und nicht zuletzt in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem, was als „Rechts-, Links- und Ausländerextremismus” bezeichnet wird. Selbst diejenigen, die das dahinter liegende Modell ablehnen, kommen kaum umhin, den Begriff zu verwenden.</p>
<p class="MsoNormal"><span>Wie kam es dazu? Was macht das Extremismusmodell trotz seiner Schwächen so definitionsmächtig und attraktiv? Mit diesem Paradox wird sich der Workshop auseinandersetzen. Ziel ist es, über analytisch adäquatere wissenschaftliche Zugänge und Begriffe nachzudenken und Möglichkeiten zu entwickeln, diese für die praktische Arbeit fruchtbar zu machen. Grundlage dieser Überlegungen werden einerseits Analysen der Entstehung und Implikationen des Extremismuskonzepts sein. Andererseits werden analoge und abweichende Interventionen aus Gesellschaft und Politik diskutiert.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span id="more-3"></span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Zu diesen (und anderen) Bereichen rufen wir zur Einsendung von Beiträgen auf:</span></p>
<ul>
<li><em><span>Geschichte(n) des „Extremismus” und seiner Theorie</span></em><span> – Wie hat sich das Extremismus-Modell entwickelt, wo liegen begriffliche und andere Anschlussstellen und Brüche? Wie stellt sich aus extremismustheoretischer Sicht das Verhältnis von Staat, Gesellschaft, Ordnung und Demokratie dar?<em></em></span></li>
<li><span><em><span>Regierung und Verwaltung von „Extremisten” in der Praxis</span></em><span> – Wie wirkt der Begriff in die staatliche, politische und pädagogische Praxis? Lässt sich eine politische Programmatik des Extremismus charakterisieren?<em></em></span></span></li>
<li><span><span><em><span>Entwicklung und Vermittlung von Alternativen</span></em><span> – Was sind Anforderungen an und Beispiele für analytische Alternativen? Und wie könnten diese auch in der politischen Praxis vermittelt werden?</span></span></span></li>
</ul>
<p class="MsoNormal"><span>Abstracts von nicht mehr als 300 Wörtern senden Sie bitte bis zum 1. Mai 2009 an<br />
<span style="text-decoration: underline;">workshop@ordnungmachtextremismus.de.</span> Sie bekommen bis spätestens 15.6. eine Rückmeldung.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Sowohl die Anzahl der Teilnehmenden, als auch das Verhältnis von Vorträgen und Diskussion folgen dem Ziel einer intensiven Auseinandersetzung (Workshopcharakter). Die Vorträge sollten eine Länge von 30 Minuten haben. Eine Publikation der Beiträge des Workshops ist geplant. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Erstattung von Fahrt- und Übernachtungskosten wird angestrebt. </span></p>
<h4><strong>Geschichte(n) des „Extremismus“ und seiner Theori</strong><strong>e</strong></h4>
<p class="MsoNormal"><span>Es werden immer wieder ernsthafte Zweifel laut, ob es sich beim Extremismusansatz um eine wissenschaftlich überzeugende Theorie handelt. Dennoch steht fest, dass sich die mit dieser Sichtweise entwickelten Begrifflichkeiten im politischen und wissenschaftlichen Diskurs weitestgehend durchgesetzt haben. Mit diesen Begriffen wird immer auch ein Wissen um die Ordnung der Gesellschaft (re-)produziert – nach dem Muster: „politische Mitte” und „extreme Ränder&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Uns interessieren die Geschichten dieser Hegemonie des Extremismus. Theoriegeschichtlich könnten beispielsweise Kontinuitäten und Brüche zwischen Totalitarismus- und Extremismustheorie untersucht werden. Genealogisch ließe sich ausleuchten, welche Einflüsse und Entwicklungen des „Extremismus-Denkens“ es gegeben hat – sowohl allgemein begriffsgeschichtlich, als auch in der spezifisch-historischen Entwicklung des Konzepts in der Bundesrepublik. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Darüber hinaus bietet sich aus unserer Sicht eine demokratietheoretische Diskussion an. Extremismus und Demokratie werden in der Tradition der Extremismustheorie einerseits als fundamentale Gegensätze bestimmt, geben sich aber andererseits wie zwei Seiten einer Medaille gegenseitig Halt.<span> </span>Was folgt aus diesem formalistisch-institutionellen Demokratieverständnis für die Konzeption des Politischen, also für das Verhältnis von Staat, Ordnung, Demokratie und Gesellschaft? Fruchtbare Kritik ließe sich beispielsweise aus der Konfrontation mit radikalen Demokratietheorien gewinnen.</span></p>
<div>
<ul>
<li>Wie wurde die Theorie bzw. das Konzept des „Extremismus” hegemonial?</li>
<li>Welche Entwicklungen, Um- und Neudefinitionen lassen sich begriffs- und konzeptgeschichtlich nachzeichnen?</li>
<li>Welche Kontinuitäten und Brüche gibt es zwischen Totalitarismus- und Extremismustheorie?</li>
<li>Wie wird „Extremismus” in anderen Ländern theoretisch (nicht) gefasst?</li>
<li>In welchem Verhältnis stehen Demokratie, Ordnung und Staat aus Sicht der Extremismustheorie?</li>
<li>Welche Konsequenzen haben diese Vorstellungen für das Politische?</li>
<li>Welche Sichtweisen ergeben sich aus alternativen Demokratieverständnissen?</li>
</ul>
</div>
<h4>Regierung und Verwaltung von „Extremisten“ in der Praxis</h4>
<p class="MsoNormal"><span>Die Frage einer Wirkungs- und Effektgeschichte des „Extremismus” in der konkreten Praxis blieb in der Forschung bisher seltsam unbeantwortet. Dies irritiert, weil doch die Grenzziehungen der Extremismustheorie im institutionellen Gefüge der Bundesrepublik erhebliche Definitionsmacht erhalten haben. Das Koordinatensystem der Extremismustheorie bietet ein normatives Regelwerk zur Überführung gesellschaftlicher Komplexität in klare Kategorien von Gefahr und Kontrolle, Freund und Feind. Darin liegt (vermutlich) seine unwiderstehliche und langlebige Praxistauglichkeit. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Anwendungsbereiche dieses Deutungsangebotes sind vielfältig (Gesetze, Verwaltung, pädagogische Programme, Statistiken, Urteile). Allerdings: So homogen die Form dieser Problematisierung der „Extreme” erscheinen mag, so wenig lässt sich von ihr kausal auf die Details von daran anknüpfendem Regierungs- und Verwaltungshandeln schließen. Es existieren unterschiedliche, sehr heterogene Problembeschreibungen: Beispielsweise kann ein unter „Rechtsextremismus” beschriebenes Phänomen als Konflikt zwischen staatlicher Ordnung und Feinden dieser Ordnung definiert werden oder als Konflikt zwischen normalem und deviantem Verhalten von Individuen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Wir interessieren uns für Analysen, die den Details der Regierung von „Extremisten” in der konkreten Praxis nachspüren.</span></p>
<div>
<ul>
<li>Wie wird das Phänomen des Rechts-/Links-/Ausländerextremismus z. B. in Programmen und im Verwaltungswissen definiert und produziert?</li>
<li>Auf welche Weise korrespondieren diese Problematisierungen mit (staatlichen und zivilgesellschaftlichen) Handlungslogiken?</li>
<li>Wie funktionieren die Grenzziehungen in den konkreten Praktiken?</li>
<li>Wie soll die Regierung von Extremisten zur Herstellung von Ordnung beitragen?</li>
<li>Welche Ordnung(en) provoziert/provozieren diese Interventionen?</li>
</ul>
</div>
<h4>Entwicklung und Vermittlung von Alternativen</h4>
<p class="MsoNormal"><span>Neben den Fragen nach den Dimensionen des Extremismusansatzes und den Details seiner Hegemonie interessiert uns insbesondere die Diskussion alternativer wissenschaftlicher Ansätze. Die Liste dessen, was gemeinhin unter dem Begriff „Rechtsextremismus” gefasst wird, ist lang.<span> </span>Diese Funktion als Sammelbegriff macht einen Teil seiner Attraktivität aus – und zugleich seine analytische Problematik. „Rechtsextremismus” reicht vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft und umfasst ein Arsenal von Einstellungen, Ideologieelementen, Praktiken und Organisationsformen. Dass diese sich nicht plausibel in geschlossene Weltbilder an gesellschaftliche „Ränder” auslagern lassen, ist eigentlich bekannt: der Hinweis darauf gehört mittlerweile zum Standardrepertoire der Einschränkungen, mit denen der wissenschaftliche Gebrauch des Extremismusbegriffs versehen wird.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Wir interessieren uns also für theoretische Arbeiten, die solche und andere analytische Schwächen thematisieren und methodologische Anforderungen an alternative Ansätze und Theorien formulieren. Auch Analysen der Probleme in der praktischen (zivilgesellschaftlichen) Arbeit mit dem Begriffsapparat der Extremismustheorie könnten Hinweise auf solche Anforderungen liefern. Gleichzeitig interessieren uns Beispiele möglicher Alternativen: z.B. Analysen von Gewalttaten, Alltagsrassismus und diskriminierenden Artikulationen im öffentlichen Raum oder den Medien, aber auch Analysen zu Neonazismus als soziale Bewegung oder (Jugend-/Sub-)Kultur und die Bedingungen ihrer (regionalen) Hegemonie.</span></p>
<div>
<ul>
<li>Wie lassen sich konkrete Bedrohungen (bspw. rassistische Gewalt) in ihrer gesellschaftlichen Komplexität beschreiben ohne sie zu banalisieren?</li>
<li>Wie lassen sich theoretische (Kurz-)Schlüsse und verkürzende Kausalketten (bspw. Pathologisierung, Moralisierung) vermeiden?</li>
<li>Welche Wissenschaftstraditionen in Deutschland und andernorts sind dabei anschlussfähig?</li>
<li>Wie können praktische, alltägliche und politische Probleme bei der Arbeit mit dem Begriffsapparat der Extremismustheorie in alternative wissenschaftliche Ansätze übersetzt werden?</li>
<li>Wie lassen sich solche alternativen und vermutlich komplexeren wissenschaftlichen Deutungsmuster vermitteln, respektive praxisrelevant machen?</li>
</ul>
</div>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.ordnungmachtextremismus.de/CfP_Extremismus.pdf">PDF-Version</a></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Organisation</title>
		<link>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=45</link>
		<comments>http://www.ordnungmachtextremismus.de/?p=45#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 12:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Workshop wurde von Mitgliedern des Forums für Kritische Rechtsextremismusforschung initiiert und wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Leipzig durchgeführt.

Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung
Gründungsanlass des FKR war der Wahlerfolg der NPD in Sachsen im September 2004. Dieser und folgende Erfolge erscheinen uns vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Der Workshop wurde von Mitgliedern des Forums für Kritische Rechtsextremismusforschung initiiert und wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Leipzig durchgeführt.</p>
<p><span id="more-45"></span></p>
<h4>Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung</h4>
<p>Gründungsanlass des FKR war der Wahlerfolg der NPD in Sachsen im September 2004. Dieser und folgende Erfolge erscheinen uns vor allem als Kristallisationspunkte langfristiger Erscheinungen. Denn durch den parlamentarischen Rückhalt für den Ausbau der ideologischen und strategischen Arbeit der NPD haben bereits seit langem wirksame völkisch-nationale Tendenzen in der Öffentlichkeit einen starken Schub erhalten. Dabei handelt es sich aus unserer Sicht vor allem um ein Sichtbarwerden latenter und alltäglicher Zustände, die eben nicht nur an jenem ‚rechtsextremen Rand‘ der Gesellschaft existieren, an dem die NPD und andere Organisationen verortet werden.</p>
<p>Die wissenschaftliche Reflexion und gesellschaftliche Diskussion dieser Entwicklungen halten wir für unerlässlich. Dazu und zur Erleichterung der Kommunikation zwischen wissenschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren möchten wir mit unserer Arbeit beitragen. Das FKR steht deshalb in einem regen Austausch mit Initiativen, Organisationen und Aktiven in Sachsen.</p>
<p>Zu den Schwerpunkten unserer Arbeit gehören:</p>
<ul>
<li><em>Vernetzungsarbeit</em>: Das FKR bietet sich als Schnittstelle für die wissenschaftliche und praktische Arbeit gegen Rechts an. Wir sind Mitglied im Netzwerk „Tolerantes Sachsen“. Bisherige Kooperationspartner sind das Herbert- Wehner-Bildungswerk, das Antirassismus-Referat des StudentInnenRates der Universität Leipzig und die Friedrich-Ebert-Stiftung.</li>
<li><em>Öffentlichkeitsarbeit</em>: Vorträge und Diskussionen</li>
<li><em>Bildungsarbeit</em>: Wir bieten Interessierten (Gruppen, Initiativen, Gewerkschaften, politische Verbände) Seminare, Workshops und Informationsmaterialien an.</li>
<li><em>Forschungsarbeit</em>: Wir untersuchen regionale Tendenzen rechter Strategien sowie „rechte“ Elemente in Diskursen der „Mitte“ und hinterfragen in diesem Zusammenhang übliche Deutungs- und Erklärungsmuster von Rechtsextremismus.</li>
</ul>
<h4><strong>Wer?</strong></h4>
<p>Das FKR ist eine Gruppe kritischer und engagierter StudentInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen innerhalb des Engagierte Wissenschaft e.V.</p>
<p>Zum Organisationsteam des Workshops gehören:</p>
<ul>
<li>Elena Buck, Dipl.-Pol.</li>
<li>Anne Dölemeyer, Dipl.-Pol.</li>
<li>Stefan Kausch, Dipl.-Pol.</li>
<li>Anne Mehrer, M.A.</li>
<li>Mathias Rodatz, Dipl.-Pol.</li>
<li>Frank Schubert</li>
</ul>
</div>
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